Änderung Kommissionenreglement
Im Kommissionenreglement sind die ständigen Kommissionen, ihre Zusammensetzung und ihre Aufgaben geregelt. Den Anstoss für die vorliegende Anpassung gab zum einen die Auflösung des Rechenzentrum Interlaken (RZI) per Ende 2025, wodurch die Fachkommission Rechenzentrum Interlaken aufgehoben werden kann. Zum anderen möchte die Fachkommission Alter ihren Namen ändern (neu Fachkommission 60+) und die Zusammensetzung flexibler gestalten, da es mit den bisherigen Anforderungen schwierig war, genügend motivierte Kommissionsmitglieder für eine beschlussfähige Kommission zu finden. Die Reglementsänderung wird zudem genutzt, um kleinere Anpassungen bei den Aufgaben der Baukommission und der Fachkommission Energie sowie beim Sekretariat der Kommission für Kultur und Freizeit vorzunehmen. Des Weiteren werden die Aufgaben der Wirtschafts- und Tourismuskommission klarer und realitätsnaher formuliert. Im Sinne eines möglichst schlanken Reglements hat der GGR den Absatz 4 von Artikel 13 gestrichen.
Der GGR hat die Änderungen der Artikel 1, 13 (Abs. 1-3), 14, 30, 31-32 und 45-47 sowie die Aufhebung des Kapitels F mit den Artikeln 20-24 des Kommissionenreglements 2017 vom 16. August 2016 mit Inkrafttreten auf den 1. April 2026 genehmigt.
Postulat Fuchs/Trafelet, Machbarkeits- und Bedarfsanalyse Sport- und Freizeitzentrum Jungfrau Region, Bericht und Abschreibung
Zur Bearbeitung des Postulats wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, der auch ein Motionär sowie Vertreter der Regionalkonferenz Oberland-Ost angehörten, und im Juni 2025 ein Dialogforum mit Teilnehmenden aus Politik, Sport, TOI und Standortförderung durchgeführt.
Das Dialogforum hat gezeigt, dass das Bödeli über ein vielfältiges Angebot an Sport- und Freizeitanlagen im Indoor- wie auch im Outdoor-Bereich verfügt. Die gewachsene, polyzentrische Struktur bringt sowohl Vorteile wie auch Herausforderungen mit sich. Für deren künftige Entwicklung sind gemeinsamer Austausch, Zusammenarbeit und die Nutzung von Synergien über die Gemeindegrenzen hinweg zentral.
In einem ersten Schritt soll dazu eine regionale Trägerschaft gebildet werden, die den Austausch zwischen Vereinen und Gemeinden fördert und begleitet. Hierzu hat die Regionalkonferenz Oberland-Ost beschlossen, bis zur endgültigen Institutionalisierung die Koordination (Lead) zu übernehmen. Denkbar ist zudem die Gründung einer Arbeitsgruppe «Sport + Freizeit».
Um das Controlling und Reporting über die Weiterführung des Austauschs und der Zusammenarbeit von Gemeinde- und Vereinsvertretern sicherzustellen, hat der GGR das Postulat noch nicht abgeschrieben.
Der GGR hat die Frist für die Beantwortung des Postulats um 5 Jahre verlängert.
Motion Rüegger, Optimierung des Verkehrsflusses an der Bahnhofstrasse, Beantwortung
Die Motion verlangt Massnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses an der Kreuzung Bahnhofstrasse – Kanalpromenade – Fabrikstrasse und die Aufhebung der Haltestelle H.
Der Gemeinderat erkennt an, dass die derzeitige Position der Haltestelle H, auch angesichts der steigenden Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsmitteln, nicht optimal ist. Obwohl der Bahnhofplatz grundsätzlich so konzipiert ist, dass dort Gelenkbusse halten können, sieht der Gemeinderat eine nachhaltige Verbesserung der Situation nur im Rahmen eines Gesamtprojekts als realistisch, auch unter Berücksichtigung der verlegten Bushaltestelle in der Bahnhofstrasse Unterseen. Die ersatzlose Aufhebung der bestehenden Haltestelle H greift zu kurz und würde den Handlungsspielraum einer Gesamtlösung zu stark einschränken. Deshalb beantragte der Gemeinderat, die Motion für nicht erheblich zu erklären.
Der GGR hat die Motion erheblich erklärt.